Die Olive lässt sich nicht betrügen – der Konsument leider schon…

Die Olive lässt sich nicht betrügen – der Konsument leider schon…

Will man Olivenöl höchster Qualität produzieren, so muss man die Olive von der Blüte bis zur schonenden Handpflückung und unmittelbar erfolgenden Pressung sorgsam begleiten. Dass dies mit einer auf Maximierung von Profit ausgerichteten Konzernphilosophie nicht konform geht, liegt auf der Hand und ist Ursache dafür, dass im Dunstkreis der Olivenölproduktion dunkle Geschäfte und Praktiken an der Tagesordnung sind.

Als vor einiger Zeit ein unabhängiger und um Qualität bemühter Olivenölhändler 31 Olivenölproben durchwegs bekannter und renommierter Marken, darunter zum Beispiel auch Bertolli, Carapelli oder Rubino  von Experten analysieren ließ, wurde in 9 sogar Lampantöl klassifiziert, was sie damit nach der Gesetzeslage für den menschlichen Verzehr sogar als ungeeignet, weil gesundheitsschädlich, auswies. Und nur eine der 31 Proben  enthielt übrigens natives Olivenöl! Diese Stichprobe entspricht der Schätzung von anderen Experten, die davon ausgehen, dass 98 Prozent des verkauften Olivenöls nicht dem entspricht, was auf dem Etikette angegeben wird! Doch „Aufmucken“ lässt die Industrie nicht gern zu, geht es ja beim Grundnahrungsmittel Öl um gigantische Profite, weswegen die Lobby große Anstrengungen zur Vernebelung ihrer Praktiken und Sicherung ihrer Machtposition auf höchster politischer Ebene unternimmt.

Der wirklich mündige Konsument wäre ein Greul und man tut viel, um ihn nicht aufkommen zu lassen:

Welcher Methoden bedient sich nun die Industrie, um den  Endverbraucher  zu täuschen?

1. Natives Olivenöl extra wird häufig mit dem billigen Tresteröl, der „armen Verwandten“ des Olivenöls mit „zweifelhafter Vergangenheit“ verschnitten und das, obwohl in einer der seltenen Kontrollen krebserregende Stoffe gefunden wurden. Trotzdem wird es als natives Olivenöl extra ausgewiesen.

2. Ein anderer nahezu unmöglich aufzudeckende Betrug die sogenannte Desodorierung, die einer Wärmebehandlung minderwertigen Öls bei niedriger Temperatur entspricht, neutralisiert unerwünschte Geruchs- und Geschmackskomponenten und täuscht auf diese Weise den Kunden.

3. Tatsache ist auch, dass viele als natives Olivenöl extra bezeichneten Produkte in Wirklichkeit nur mehr aus „Olivensaft“ bestehen. Dem Öl ist damit jede sensorische Qualität und auch fast jeder gesundheitsförderliche Aspekt entzogen.

4. Das wesentlichste Verbrechen der Industrie ist allerdings das Verschneiden von gutem Olivenöl mit billigem oder sogar Pflanzenölen inklusive falscher Etikettierung. Billiges  nordafrikanisches Öl, das in seinem Ursprungsland während der Reifung der Oliven keinen lästigen Pestizid- oder Insektizidgrenzwerten unterworfen war, wird in großem Stil beigefüllt, natürlich auch hinter dem Rücken des Konsumenten.

Facit:

1. Olivenöl ist ein Grundnahrungsmittel und damit ein sicherer milliardenschwerer Einkommensträger für die Industrie.

2. Die Gesetze der Branche schreiben die Großen der Branche. Angetrieben von Gier und Gewissenlosigkeit wird die Kluft zwischen Hersteller und Konsumenten immer größer!

3. Auch eine mögliche Gesundheitsschädigung des Konsumenten bedeutet keine Grenze, sondern wird in Kauf genommen!

4. Selbst der Nachweis der Praktiken durch Stichproben bewirkt keine Änderung, zu groß sind die Interessen und zu aufwändig, ja unmöglich wäre eine tatsächliche Kontrolle!

Für den aufgeklärten Konsumenten ist der Olivenölkauf also eine reine Vertrauenssache! Bedenkt man, dass Fette einer der Hauptbestandteile jeder unserer Zellmembranen in unserem Körper sind, so wird deutlich von welch grundlegend gesundheitlicher Bedeutung diese Kaufentscheidung für jeden einzelnen und seine Familie ist! 

Wie kann man also sicher sein, dass das Olivenöl, das man zu sich nimmt, echt ist?

Die Antwort findet sich alleine in der Vertrauensbeziehung zwischen Produzentem und Endverbraucher begründet!

Als gemeinnütziges Projekt ohne Gewinnorientierung begleitet Olio Pro Futuro die Oliven während ihres gesamten Reifungsprozesses in einer ökologischer Landwirtschaft verpflichteten Form bis zur aufwändigen Handpflückung und unmittelbaren kalten Pressung. Zweck dieses Projektes ist es, die School of Life zu unterstützen, mediterrane Kulturlandschaft zu erhalten und es Kleinstbauern in der Toskana zu ermöglichen, in traditioneller Weise 100% toskanisches Olivenöl höchster Qualität zu produzieren, sowie auf diese Weise eine Alternative zur industriellen Produktion aufzuzeigen!

Und vielleicht wollen Sie ja auch einmal selber dabei sein und die Olivenernte, die Krönung eines langen Arbeitsjahres, mit ihrer meditativen, gemeinschaftlichen Atmosphäre miterleben……

By | 2017-06-02T12:06:01+00:00 Mai 31st, 2017|Categories: School of Life|0 Comments

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